Neue Plattform verbessert den Überblick über Seniorenheime. (Bilanz/Handelszeitung/Homes)

CZ - 25.10.2019
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Eine neue Plattform verbessert den Überblick über die Seniorenheime.


(Quelle: Homes (Beilage Bilanz und Handelszeitung), Fredy Hämmerli, 24.10.2019)


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Üblicherweise erfolgt der Umzug darum erst nach dem 80. Altersjahr, auch wenn sich viele schon in den Jahren davor umsehen, was ihren Bedürfnissen wohl am ehesten gerecht werden könnte. Da helfen persönliche Empfehlungen oder die kostenlose Suchplattform von Heiminfo (www.heiminfo.ch) aus dem Netzwerk des Heim- und Pflegeverbands Curaviva. Dort lassen sich nach einfachen Suchkriterien Links zu geeigneten Alterszentren oder Pflegeheimen in der gewünschten Region finden.


Deutlich ausgeklügelter ist die ebenfalls kostenlose Vergleichsplattform Orahou (www.orahou.com) der Beratungsfirma Helvetic Care in Baar ZG, die sich allerdings erst im Auf bau befindet. Sie orientiert sich eher an Hotel-Vergleichsplattformen und ermöglicht eine differenzierte Auswahl samt Kostenvergleich mit alternativen Betreuungsmodellen (Spitex, betreutes Wohnen etc.), die sich oft als bessere Lösung erweisen als ein Altersheim.

Orahou bewertet in sieben Rubriken (Übersicht, Standort/Lage, ÖV/Parkplätze/Anreise, Internes Angebot, Zimmer, Externes Angebot, Infrastruktur) und basiert dabei auf Dutzenden von Unterkriterien pro Rubrik. Orahou stützt sich nicht nur auf die Selbstdeklaration der einzelnen Institutionen, sondern hat sich zum Ziel gesetzt, jedes einzelne Heim, jedes Zentrum und jede Residenz persönlich zu besichtigen, zu dokumentieren und zu bewerten. Maximal gibt es fünf Punkte pro Rubrik, die dann wiederum zu einer Gesamtnote mit einem Maximum von einer Fünf zusammengefasst werden. Inzwischen haben die Helvetic-Care-Gründer Martin Spinnler und Tobias Pflugshaupt mehrere Hundert Alterseinrichtungen persönlich inspiziert.


Das sind die besten Schweizer Altersresidenzen

Das erste Ranking der besten und schönsten Seniorenzentren


Exklusiv für Homes hat Helvetic Care, ein Beratungsunternehmen für Alterseinrichtungen, ein Rating für Seniorenzenten in der Schweiz erstellt. Bewertet wurde nach sieben Kriterien: Übersicht, Standort/Lage, ÖV/Parkplätze/Anreise, Internes Angebot, Zimmer, Externes Angebot, Infrastruktur.
In der Gesamtwertung kam die Tertianum Residenz St.-Jakob-Park in Basel den maximal möglichen 5 Punkten mit einem Score von 4,57 am nächsten.

Exklusiv für Homes haben die beiden daraus Ratings erstellt: zum einen ein Gesamtrating der Besten, zum andern Spezialratings, in denen die bestausgestatteten, schönsten und bestgelegenen Residenzen ermittelt wurden (siehe Tabelle oben). Gesamtsieger mit einem Score von 4,57 Punkten wurde die Tertianum Residenz St.-Jakob-Park in Basel. Sie punktet vor allem mit ihrer hervorragenden Lage im Fussballstadion St. Jakob, dem berühmten «Joggeli». Im Haus und in unmittelbarer Umgebung finden sich Shopping- und Fitnesscenter, Anschlüsse an verschiedenste öffentliche Verkehrsmittel und Freizeitangebote. Die Wohnungen genügen auch gehobenen Ansprüchen und verfügen alle über Balkon mit Südsicht. Der eigentliche Clou ist eine eigene VIP-Loge für die Residenzbewohner mit Direktzugang von der Residenz ins Stadion.

Die beste Infrastruktur bietet laut Orahou-Rating die Tertianum Residenza Al Lido. Nimmt man die Qualität der Zimmer hinzu, so geht der Spitzenplatz an die Seniorenresidenz Südpark in Basel. Berücksichtigt man auch noch die exklusive Lage, so schwingt wiederum die Tertianum Residenza Al Lido obenauf. Dabei legen Spinnler und Pflugshaupt Wert auf die Feststellung, dass blosser Luxus heute kaum mehr gesucht werde und in ihrem Bewertungsraster darum auch nur eine untergeordnete Stellung einnehme. «Viel wichtiger sind eine ausgebaute Pflegeabteilung mit genügend Fachpersonal, weil heute die allermeisten erst dann in ein Seniorenheim wechseln, wenn die Pflege zu Hause nicht mehr möglich ist.»

Seniorenresidenzen haben ihren Preis
Das gute Abschneiden von Tertianum ist kein Zufall. Tertianum ist mit 14 Residenzen und 66 Wohn- und Pflegezentren in der Schweiz absoluter Marktführer. Dabei gewinnen die Pflegeabteilungen auch bei Tertianum laufend an Gewicht gegenüber dem blossen Alterswohnen. Die Gruppengesellschaft des Immobilienkonzerns Swiss Prime Site (SPS) hat sich vor allem auf Senioren mit dem Wunsch nach möglichst viel Freiheit und Selbstbestimmung – und den dafür erforderlichen finanziellen Mitteln – konzentriert. Trotzdem legt Tertianum Wert darauf, dass ihre Institutionen im Bereich Pflege auch für Bezüger von Ergänzungsleistungen (EL) grundsätzlich offen sind. Die EL-Stelle behält sich vor, einzelne Seniorenheime zu akzeptieren oder eben auch nicht. Die Pflegekosten gehen weitgehend zulasten der Krankenkasse und der Restfinanzierung durch Kanton oder Gemeinde. Die Pensionskosten dagegen muss der Pflegegast grundsätzlich selbst bezahlen.

In einer Seniorenresidenz reichen die Pensionskosten von rund 100 bis zu 300 Franken pro Nacht. Das ist etwa 50 Prozent mehr als in öffentlichen Altersheimen. Die Kosten in den Wohn- und Pflegezentren dagegen bewegen sich auf dem Preisniveau der öffentlichen Betriebe. Hinzu kommen Verpflegungs- und Betreuungskosten von je rund 50 Franken pro Tag. Rechnet man das reichhaltige und durchaus übliche Veranstaltungsprogramm hinzu, kostet der Pflegeaufenthalt in einer Seniorenresidenz rasch einmal 8000 bis 10 000 Franken pro Monat.


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Homes (Beilage Bilanz und Handelszeitung)

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