Lücken in der Finanzierung der Langzeitpflege (nzz.ch)

CZ - 28.08.2019
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Lücken in der Finanzierung der Langzeitpflege

(Quelle: nzz.ch, Werner Enz, 15.08.2019)


Eine Studie der Universität St. Gallen gelangt zu dem Schluss, dass die Langzeitpflege in der Schweiz nicht nachhaltig finanziert ist. Statt auf eine radikale Reform zu setzen, bietet sich die schrittweise Erschliessung neuer Finanzquellen an.


Bis ins Jahr 2030 wird in der Schweiz wegen der fortschreitenden Alterung der Gesellschaft die Nachfrage nach Pflegefachkräften stark wachsen, und zwar sowohl in Alters- und Pflegeheimen als auch bei Spitex-Organisationen. Die Rede ist von 47 000 zusätzlich benötigten Pflegekräften. Professor Martin Eling von der Hochschule St. Gallen zeigt in einer Studie zur Zukunft der Langzeitpflege auf, dass die Kosten der Langzeitpflege im Zeitraum 1995 bis 2016 mit einer durchschnittlichen Rate von 4,1% von 6,8 Mrd. auf 15,6 Mrd. Fr. zugenommen haben. Die Kosten sind somit eher noch schneller als die Gesundheitsausgaben gestiegen. Sein Ratschlag: Ausgehend von den Kriterien soziale Gerechtigkeit, wirtschaftliche Auswirkungen und Nachhaltigkeit sollten in Ergänzung zum jetzigen System zusätzliche Finanzierungsquellen erschlossen werden.

Als Alternative zu einer umlagefinanzierten Pflegeversicherung, wie sie zurzeit für den Bundesrat im Vordergrund steht, wäre in der Einschätzung von Eling eine steuerlich geförderte, kapitalgedeckte Zusatzversicherung einen Versuch wert. Oder es könnten private, vererbbare Sparkonten, in freiwilliger oder obligatorischer Form, favorisiert werden. Dieser zweite Ansatz wird in Singapur verfolgt, wobei jede Person ab einem bestimmten Alter festgeschriebene Beiträge auf ihr Konto einzahlen muss. Der Nachteil dieser Variante ist wohl, dass es keine Solidarität zwischen reichen und armen wie auch zwischen gesunden und kranken Personen gibt.


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Bildquelle: Print Screen nzz.ch


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