EL-Reform löst Probleme der Altersvorsorge nicht

MS - 02.07.2019.
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Am 11. Juli entscheidet das Parlament über die Reform der Ergänzungsleistungen. Strukturelle Defizite werden dabei ausser Acht gelassen:


EL-Reform löst Probleme der Altersvorsorge nicht


Zürich, 2. Juli 2019 – Helvetic Care hat ermittelt, dass mit einer individuellen Analyse für den Bedarf im Alter und einer digitalisierten Struktur in der Altersvorsorge Einsparungen von bis zu drei Milliarden Franken möglich sind. Tobias Pflugshaupt-Trösch, Mitgründer der Helvetic Care AG, setzt diese Zahl in Relation zu den Plänen des Bundes: „Die Schweizer Politik senkt mit der EL-Reform die Beiträge und will beispielsweise bei den Zahlungen für Kinder im Jahr 2030 neun Millionen Franken einsparen. Dies trifft Betroffene hart und steht in keinem Verhältnis zu den Einsparungen, die mit einer umsichtigen Bedarfsanalyse und innovativen Lösungen für das Leben im Alter erreicht werden könnten.“

Jüngste Vorstösse, die im Rahmen der EL-Reform am 11. Juli zur Abstimmung im Parlament kommen, zeigen eindrücklich: Die Schweizer Politik versucht ein Vorsorge-System auszubalancieren, welches an strukturellen Defiziten krankt. Grundlegende Probleme werden mit dieser Reform nicht gelöst, Chancen der Digitalisierung nicht erkannt. Das Schweizer Startup-Unternehmen Helvetic Care zeigt mit seiner Bewertungsplattform www.orahou.com, wie Einsparungen in der Altersvorsorge von bis zu 3 Milliarden Franken möglich sind.

„Angesichts der Herausforderungen, welche auf die Schweiz in den kommenden fünf bis zehn Jahren zukommen, verkennt die Politik die wahren Kostentreiber hinter den Ergänzungsleistungen,“ sagt Pflugshaupt-Trösch und betont: „In unserem seit Jahren stagnierenden System der Altersvorsorge fehlt es an Transparenz, Wettbewerb und somit auch an alternativen Angeboten für die Betroffenen. Dies verursacht hohe Kosten, verunmöglicht Innovationen und senkt die Qualität. Die Politik lässt echtes Engagement vermissen, um sich mit der Brisanz der Problematik auseinanderzusetzen und nachhaltige Lösungen zu finden.“

 

Alte Menschen werden zum Sozialfall

Das Schweizer Alters- und Pflegeheimwesen weist eine starke Intransparenz auf und überrascht mit horrenden Kosten, welche alle Einkommensschichten betrifft. Seriösen Schätzungen zufolge fehlen den Menschen in der Schweiz über 250‘000 Franken im Alter. Jeder zweite Bewohner eines Alters- oder Pflegeheims ist auf Ergänzungsleistungen angewiesen, wird somit zum Sozialfall. Jüngsten Schätzungen nach wird sich die Zahl der pflegebedürftigen Personen im Alter in den nächsten sechs Jahren um rund 50‘000 erhöhen. Bei den aktuell vorhandenen knapp 100‘000 Pflegeplätzen bedeutet dies eine Steigerung von 50%. Kantone und Gemeinden müssten folglich bis 2025 gegen 800 neue Alters- und Pflegeheime bauen, was Investitionen von mindestens 20 Mrd. Franken nach sich ziehen würde. Ein Ding der Unmöglichkeit.

Martin Spinnler, Mitgründer der Helvetic Care AG, sagt: „Die Reform der Ergänzungsleistungen trifft die Schwächsten in unserer Gesellschaft sowie unseren Mittelstand und beweist, dass unsere Schweizer Politik die Zeichen der Zeit noch nicht erkannt hat. Die Digitalisierung ermöglicht es uns heute individuell passende Lösungen für den 4. Lebensabschnitt zu finden. Mit unserer Vergleichsplattform Orahou wollen wir das Angebot an Wohn- und Lebensformen im Alter so aufschlüsseln, dass die Kriterien Pflege, Betreuung und Wohnen für Betroffene klar ersichtlich und vor allem frei wählbar sind. Viele werden erkennen, dass für Sie in den meisten Fällen die Spitex und andere moderne Wohnformen um einiges günstiger sind als ein Alters- oder Pflegeheim. Es braucht ein Umdenken und eine staatliche Förderung und Finanzierung alternativer Angebote für den 4. Lebensabschnitt.“


Individueller Vergleich zeigt Alternativen

Die Helvetic Care AG hat im Januar 2019 mit www.orahou.com die erste unabhängige Bewertungs- und Vergleichsplattform für Alters- und Pflegeheime lanciert. Erstmals können damit über 400‘000 betagte Schweizerinnen und Schweizer sowie ihre Angehörigen vor Eintritt in ein Alters- und Pflegeheim die Leistungen und Kosten einem Vergleichstest unterziehen. Dieser erlaubt es Betroffenen anhand verschiedener Parameter – wie Einkommen, Miete, Krankenkassenprämien, Pflegebedürftigkeit, Ergänzungsleistungen oder Hilflosenentschädigung – eine Übersicht zu erhalten, welche Form des Lebens im Alter für die individuellen Verhältnisse mit welchen Kosten verbunden sind und welche Alternativen in Frage kommen.


Über Helvetic Care AG

Die Helvetic Care AG hat mit www.orahou.com die erste unabhängige Bewertungs- und Vergleichsplattform für Alters- und Pflegeheime in der Schweiz lanciert. Orahou.com ist ein digitaler Angebotskatalog für das Wohnen im Alter 75+. Mit den Swiss Healthcare Awards verfügt das Portal über ein Ratingsystem, welches alle Alters- und Pflegeheime, Spitex- und Homecare-Organisationen nach standardisierten Indikatoren prüft und bewertet. Das daran angeschlossene Vorsorgeplanungsinstrument WIA75 eröffnet jeder und jedem die Möglichkeit, seine 4. Säule frühzeitig zu planen. Nach einer Bedarfs-, Bedürfnis- und Wunschanalyse der Kunden erfolgt eine Vorsorgeplanung WIA75 des 4. Lebensabschnittes mit einer rechtsverbindlichen Erklärung. Darin enthalten sind alle Details zur Wohnplanung (unter Berücksichtigung der Pflege- und Betreuungskosten), Langzeitpflege und weiteren Faktoren.


Weitere Informationen

Helvetic Care AG
Martin Spinnler
Oberdorfstrasse 8c
Postfach
6340 Baar

Telefon: 043 530 33 33
Email: info@orahou.com

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