Das wachsame Haus (bulletin.ch)

- 22.05.2019
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Das wachsame Haus

(Quelle: bulletin.ch, Olivier Steiger)


Obwohl es viele Einsatzmöglichkeiten für die Bild­erken­nung in Gebäuden gibt, beschränkt sich ihr Einsatz heute meist auf die Video­über­wachung und Zutritts­kontrollen mittels Gesichts­erkennung. Ein grosses Potenzial kann aber noch erschlossen werden, beispiels­weise zur benutzer­zen­trierten Gebäude­auto­mation und zum Ambient Assisted Living.


Die Bild­erken­nung ist heute allgegenwärtig. In Produktions­linien werden unter­schiedliche Objekte per Video auto­matisch registriert, ausgerichtet und sortiert. In Briefzentren werden Zieladressen mittels optischer Zeichen­erkennung (OCR) in Sekunden­bruch­teilen eingelesen. In der bild­gebenden Diagnostik unterstützen Algorithmen den Arzt beim zuverlässigen Erkennen von Erkrankungen. Nachrichten­dienste nutzen die Muster­erkennung zur Gewinnung von militärischen Erkennt­nissen aus Satelliten­daten und Fotographien. In der Video­überwachung unterstützen Auto­matismen den Menschen beim Identifizieren von ungewöhnlichen Ereignissen.

Auch in unserem Alltag spielt die Bild­erken­nung zunehmend eine wichtige Rolle. Mobiltelefone können mit Hilfe von Gesichts­erkennung entsperrt werden. Am Flughafen werden Passkontrollen automatisch durchgeführt und Bordkarten ohne das Zutun des Menschen eingelesen. In Einkaufs­zentren werden Marketing-Entscheidungen durch Videoanalysen unterstützt. Und natürlich ist auch das selbstfahrende Auto massgeblich auf einen zuverlässigen Sehsinn angewiesen.

Im Gebäude jedoch wird die Bild­erken­nung, wenn überhaupt, meist nur zur Videoüberwachung und bei Zutrittskontrollen mittels Gesichtserkennung eingesetzt. Hier bieten sich zahlreiche, weitere Einsatzmöglichkeiten an. Einige Trends sind bereits am Markt zu erkennen. Beispielsweise entwickeln die Firmen Steinel und PointGrab kamerabasierte Präsenzmelder, womit sich nebst der Anwesenheit von Personen auch deren Position und Anzahl bestimmen lässt. Zusätzlich messen die Sensoren die Tageslichtverteilung im Raum. Ein einzelnes Gerät erfasst also alle Parameter, die zur bedarfsgeführten Beleuchtungssteuerung und Optimierung der Raumbelegung erforderlich sind. Ein weiterer Trend ist der Einsatz der Bild­erken­nung in der Gebäudesicherheit, z. B. zur Branddetektion und Zutrittskontrolle.

Vorteil der Bild­erken­nung
Als Bild­erken­nung bezeichnet man die Gewinnung von sinnvoller Information aus Bildern und Bildsequenzen.[1] Ein Beispiel ist das automatische Orten, Zählen und Erkennen von Personen. Damit lässt sich die Belegung und ­Nutzung von Räumen bestimmen, und es können Einbrüche und unbefugte Zutritte gemeldet werden. Ein weiteres Beispiel ist die automatische Erkennung und Lokalisierung von Tumoren in medizinischen Bildern. An diesen Beispielen lässt sich ein wesentlicher Vorteil der Bild­erken­nung ausmachen: Mit einem einzelnen Sensor (Videokamera, Magnet­resonanz­tomograph) erhält man eine sehr umfassende Information, die anschlies­send für viele verschiedene Zwecke ausgewertet werden kann. So zeigt im ersten Beispiel das Bild die anwesenden Personen, deren Tätigkeit und Identität.

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Bildquelle: Print Screen bulletin.ch


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